Dafür steht Vitamedia Film

Wir entwickeln und produzieren Geschichten an der Schnittstelle von Fiction und Non-Fiction.
Dabei verbinden wir dokumentarische Wahrhaftigkeit mit der Präzision, Emotionalität und dramaturgischen Wucht großer fiktionaler Erzählungen. Wir nennen das Hybrid Storytelling.

Unser Interesse gilt den zentralen Fragen, die unsere Gesellschaft bewegen. Den Konflikten, die oft direkt vor uns allen liegen. Und den Menschen, die sie austragen. Unsere Arbeiten entstehen aus der Überzeugung, gesellschaftlich relevante Themen so intensiv zu erzählen, dass sie ein Millionenpublikum erreichen. Deshalb entwickeln wir Filme, die berühren, unterhalten und zugleich Debatten auslösen.

Vitamedia Film steht für relevantes Entertainment, für Haltung ohne Zeigefinger, für Wahrhaftigkeit ohne Pathos.
Und für die Überzeugung, dass wirklich gut erzählte Geschichten die Wucht haben können, diese Welt zu verändern.

In Deutschland fehlen zehntausende Pflegekräfte. Gleichzeitig arbeiten hunderttausende Menschen mit Behinderung in geschützten Werkstätten, obwohl viele von ihnen auf dem ersten Arbeitsmarkt tätig sein könnten.

Aus diesem Widerspruch entstand die Idee zur Herbstresidenz. Für drei Monate wurden zehn Menschen mit Behinderung zu Pflege-Azubis in einem Seniorenheim. Gleichzeitig wurde das Heim selbst visuell und inhaltlich völlig neu gedacht. Aus einem Ort der Versorgung sollte wieder ein echtes Zuhause werden, aus Bewohnern und Personal eine Gemeinschaft. Was als mutige Utopie begann, entwickelte sich schnell zu einer Geschichte über Würde, Gemeinschaft und die erstaunliche Kraft von Menschen, die oft unterschätzt werden. Vor allem aber stellte die Serie eine Frage, die uns alle betrifft: Wie wollen wir eigentlich alt werden?

Die Wirkung reichte weit über die Ausstrahlung und Fernsehpreise hinaus. Herbstresidenz löste bundesweite Debatten über Pflege, Inklusion und den Fachkräftemangel aus. Das Format wurde in Politik, Wissenschaft und Pflegeeinrichtungen als Vorlage diskutiert. Die Caritas begann, zentrale Elemente des Modells auf weitere Einrichtungen zu übertragen und entwickelte ihre Häuser auf Basis der gewonnenen Erfahrungen weiter. Pflegeschulen entwarfen völlig neue inklusive Ausbildungskurse. Die Diskussion reichte bis in den Deutschen Bundestag.

Für uns steht Herbstresidenz exemplarisch für die Kraft guter Geschichten. Weil sie neue Möglichkeiten sichtbar machen, Menschen zusammenbringen, die sich im Alltag oft nie begegnen würden. Und weil sie manchmal dazu beitragen, dass aus einer Utopie eine gesellschaftliche Realität wird.
Können 13 Menschen mit Down-Syndrom ein eigenes Restaurant führen?

Die Frage hinter diesem Experiment war viel größer: Was passiert, wenn man Menschen nicht dort einsetzt, wo sie möglichst wenig falsch machen können, sondern dort, wo ihre individuellen Stärken am besten zur Geltung kommen? Reicht die Summe dieser Stärken aus, um gemeinsam etwas zu schaffen, das viele für unmöglich halten?

Gemeinsam mit Tim Mälzer und André Dietz begleiteten wir dreizehn junge Erwachsene auf ihrem Weg vom geschützten Raum in eine Welt voller Erwartungen, Rückschläge, Verantwortung und Erfolgserlebnisse. Entstanden ist eine dokumentarische Coming-of-Age-Geschichte über Selbstvertrauen, Zugehörigkeit und die Suche nach dem eigenen Platz in der Gesellschaft.

Die gesellschaftliche Bedeutung des Formats lag indes weit über der Restaurantidee hinaus. Menschen mit Down-Syndrom wurden bis dato im deutschen Fernsehen fast ausschließlich im Kontext ihrer Behinderung erzählt, als Betroffene und als Gegenstand gesellschaftlicher Debatten. Zum Schwarzwälder Hirsch erzählte eine andere Geschichte. Zum ersten Mal standen Menschen mit Behinderung als selbstverständliche Hauptfiguren einer großen Unterhaltungssendung im Mittelpunkt. Nicht ihre Diagnose trug die Handlung, sondern ihre Hoffnungen, ihr Humor, ihre Konflikte, ihre Freundschaften und ihre Entwicklung. Aus einem gesellschaftlichen Thema wurde eine universelle Heldenreise.

Der Schwarzwälder Hirsch veränderte damit den Blick auf Menschen mit Behinderung und setzte neue Maßstäbe für relevantes Entertainment im deutschen Fernsehen. Das Format wurde als erste Unterhaltungssendung in der Geschichte des Grimme-Preises sowohl mit dem Grimme-Preis in der Kategorie Unterhaltung als auch mit dem Publikumspreis der Marler Gruppe ausgezeichnet.

Showrunner Sascha Gröhl

Sascha Gröhl ist Regisseur, Showrunner und Produzent von Vitamedia Film. Als kreativer Kopf hinter den vielfach ausgezeichneten Vitamedia-Formaten entwickelt er seit über zwei Jahrzehnten dokumentarische, hybride und fiktionale Erzählformen für Fernsehen und Streaming-Plattformen. Seine Arbeiten wurden unter anderem mit zwei Grimme-Preisen, dem Deutschen Fernsehpreis und zahlreichen weiteren Medienpreisen ausgezeichnet.

In den vergangenen Jahren hat er sich insbesondere mit der Entwicklung von Formaten einen Namen gemacht, die gesellschaftliche Themen für ein breites Publikum zugänglich machen. Aktuell liegt sein Schwerpunkt zunehmend auf fiktionalen Stoffen, Dramedys und Mockumentarys, die gesellschaftliche Beobachtung mit Humor und einer klaren erzählerischen Handschrift verbinden.

Gröhl ist Jurymitglied der internationalen „Rose d’Or Awards“ in London.

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